Erwin gestoppt - besteht noch Hoffnung für die Duesseldorfer Lebenskultur?

16.02.2008

Nachdem mit dem Monkey Island Deutschlands schönster Citystrand geschlossen und auch eine Strand-Dachterrasse auf der Shadowstrasse im Keim erstickt wurde sollte es nun dem Burgplatz an den Kragen gehen.

Ein Platz der die Duesseldorfer Jugend zum verweilen einlädt und einer der letzten Orte an denen man das Leben noch spüren kann, ist vielen Duesseldorfern ein Dorn im Auge. Was ist der Grund - Toleranzlosigkeit oder die Angst, dass das Duesseldorfs Saubermann Image angekratzt werden könnte? Sind es nicht gerade diese Orte die einer Stadt Flair und Atmosphäre geben?

Der Plan des OB Erwin war einfach. Man verbietet der Duesseldorfer Jugend einfach den Alkoholkonsum auf dem Burgplatz. Dieser sei der Hauptgrund für die Probleme dort. Hauptinitiatoren dieser Idee waren u.a. Ordnungsdezerent Werner Leonhardt und Polizeidirektor Dieter Höhbusch. Wie der Duesseldorfer Express berichtet hat, vertritt Höhbusch die Auffassung das neue Rechtsinstrumente benötigt werden um wirksam verhindern zu können, das die Anwohner sich beschweren und ältere Menschen sich wieder trauen können dort spazieren zu gehen.
Sind das eigentlich die gleichen Anwohner, die schon vor Jahren das Open Air Kino am Burgplatz eingestampft haben?
Ist es vielleicht so, dass man es sich schön einfach machen möchte, anstatt seinen Aufgaben nachzugehen und ein buntes Stadtleben zu gegen einzelne "Ausfälle" zu verteidigen?

Aber Duesseldorf kann aufatmen, da sich die städtische Überwachung nicht gegen die Opposition aus SPD, Grünen und FDP durchsetzen konnte. Wie der Express berichtet kommentierte FDP-Sprecher Manfred Neuenhaus den Vorschlag folgendermaßen: „Hier weht ein Hauch von Schäuble durch den Saal!“

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