StopBadware.org, eine Verbraucherschutzinitiative die sich dem Kampf gegen schädliche Software verschrieben hat, klassifiziert zwei Versionen des RealPlayers als Badware. Die NonProfit Organisation definiert Badware sinngemäß so: „Badware ist Software die Bewegungen der Benutzer im Internet aufzeichnet und an Marketing Firmen weiterleitet, die den Benutzer mit zielgerichteter Werbung überfallen. Besonders durchtrieben ist dabei, das die Badware ohne Wissen und Zustimmung des Benutzers installiert wird“.
Die an der Cambridge University angesiedelte Organisation fordert Softwarehersteller auf Ihre Verantwortung wahrzunehmen, und den Benutzer klar und eindeutig über die Eigenschaften der Software zu informieren und was mit dem Computer der Anwender passiert. Maxim Weinstein, Manager von StopBadware.org bemängelt: „RealNetworks erlaubt es dem Anwender nicht, eine informierte Entscheidung darüber zu treffen, wie der Computer genutzt wird.“
Der Stein des Anstoßes ist im RealPlayer 10.5 ein so genanntes „Message Center“ das mitinstalliert wird, eine Werbesoftware, bei der bestimmte Funktionen automatisch aktiviert werden wenn der Anwender eine Registrierung ablehnt. Beim RealPlayer 11 ist es die Player Engine Rhapsody, die zusammen mit dem Player installiert wird und auch nach Deinstallation des RealPlayers auf dem Rechner des Users verbleibt ohne das darauf hingewiesen wird. Zwischen dem Player und der Verkaufs-Software des Musik-Shops von RealNetworks besteht ein Zusammenhang über den der Benutzer nach Ansicht von StopBadWare.org nicht ausreichend aufgeklärt wird.