Autorennen werden grade bei Jugendlichen als cool angesehen. Für sie ist das ein Kick, oder oft auch eine Art, Mut zu beweisen. Doch wie gefährlich illegale Autorennen sind, nicht nur für sie selber, sondern auch für andere, wollen sie alle nicht wahrhaben.
So wurden vor kurzem zwei jüngere Männer vor Gericht verurteilt, da sie an dem Tod von drei Menschen beteiligt waren. Die beiden Freunde hatten im Mai 2007 in Haßfurt ein illegales Autorennen veranstaltet und dabei war der ältere der beiden (23 Jahre) mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammengestoßen. Der jüngere, damals 19 Jahre alt, besaß keinen Führerschein und war zusätzlich noch betrunken. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte mit einer Frau zusammen, die auf dem Gehweg stand. Seine drei Freunde, die ebenfalls in seinem Auto saßen, starben wo hingegen die Frau mit Rippenfrakturen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Der Fahrer flüchtete zunächst zu seiner Freundin, wurde dort aber einige Zeit später festgenommen.
Ein weiteres illegales Rennen ereignete sich 2005, als eine Gruppe britischer Sportwagenfahrer eine Reise über Österreichs und Deutschlands Autobahnen raste. Dabei erreichten sie zeitweilig eine Geschwindigkeit von 272 Stundenkilometern, während sie andere Autofahrer gedrängelt und rechts überholt hatten. Selbst vor dem Standstreifen schreckten sie nicht zurück, bis sie schließlich auf einer Nürnberger Raststätte von der Polizei gefasst wurden. Dabei stellten die Beamten fest, dass vier der Fahrer unter Drogeneinfluss standen und zwei Autos falsche Kennzeichen trugen. Wie sich später herausstellte, wurde das Rennen wie eine Art Pauschalreise gehandhabt, denn alle Teilnehmer mussten vorher 1500€ Startgeld bezahlen, wurden von Kameramännern und Fotomodellen begleitet und hätten die
Möglichkeit gehabt auf dem Hockenheimring zu fahren und als krönenden Abschluss die Firma Ferrari zu besichtigen. Zu all dem waren sie aber nicht mehr gekommen, da die Polizei das Rennen vorzeitig beendet hatte.
So etwas gibt es auch im Ausland. In den New Territories in Honkong auf dem San Tin Highway in Richtung Yuen Long. Bei einem angeblichen Autorennen unter Freunden, ist der Geschäftsmann Herr Chen, mit einer Geschwindigkeit von über 200 Stundenkilometern mit seinem Ferrari 360 in einer scharfen Rechtskurve in die in die Leitplanke gefahren und die Böschung runter gestürzt. Das Auto brannte omplett aus und es gab keine Rettung mehr für den Fahrer.